1.1. Industrietore

Diese Tore sind für den gewerblichen Bereich konzipiert. Neben der Tor-Produktnorm DIN EN 13241 sind auch die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung in Form der ASR A 1.7 zu erfüllen.

Bei Industrietoren ist die Angabe der zu erwartenden Zyklenzahl für die Torauswahl von entscheidender Bedeutung. Die Spanne reicht vom Tor, das täglich einmal geöffnet und geschlossen wird bis zum Tor im Staplerverkehr eines Logistikunternehmens mit 500 Zyklen pro Tag und mehr.

Zudem sind die Anforderungen an die bauphysikalischen Eigenschaften zu beachten. Grundsätzlich lohnt sich eine hohe Wärmeisolation an Außentoren, die überwiegend geschlossen sind und nur selten bewegt werden, die Verfahrgeschwindigkeit ist hier eher von geringer Bedeutung. Umgekehrt bietet sich bei hoher Frequenz eher ein schnell fahrendes Tor mit einer weniger guten Isolation an. Doch so einfach ist das nicht!

Es ist zunächst zu beurteilen, auf welche bauphysikalische Qualität es ankommt. Wärmedämmung ist immer gut, aber nur unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen sinnvoll auszuführen. Befinden sich Arbeitsplätze hinter dem Tor, z.B. bei Autoservice-Stationen, so sind Eigenschaften der Luftdichtigkeit mindestens genauso wichtig, während die Torgeschwindigkeit hier eher von untergeordneter Bedeutung ist.

Nicht unterschätzen darf man die konstruktiven Eigenschaften des Gebäudes selbst, zum Beispiel, ob es sich um ein geschlossenes oder offenes Gebäude handelt. So kann beispielsweise bei der Toröffnung eine Querlüftung entstehen, die innerhalb kürzester Zeit zur Durchlüftung und bei niedrigen Außentemperaturen zu einer entsprechenden Durchkühlung führt. Hier ist der typische Einsatzbereich für schnell verfahrende Tore.

 

1.2. Sektionaltore

Diese Bauart ist nicht ohne Grund sehr beliebt.

Der Behang dieser Tore lässt sich an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen, die Kombination von verglasten und geschlossenen Segmenten ist ebenso möglich wie der Einsatz von Schlupftüren.

Im Innenraum bieten die Hersteller verschiedene Beschlagsvarianten an, die auf unterschiedliche Baukörper abgestimmt sind. Während beim Normalbeschlag das Tor in die horizontale Lage öffnet, sind bei ausreichender Hallenhöhe sogenannte höhergeführte Beschläge erhältlich, die das Tor senkrecht hinter dem Sturz verfahren. Diese Variante schont das Tor und schränkt den Deckenbereich nicht ein. Installationen wie Kanäle, Beleuchtungen usw. können bis an die Toröffnung geführt werden. Mit einem Dachfolgebeschlag öffnet das Tor im Winkel der Dachneigung und nimmt damit nur wenig von der zur Verfügung stehenden Raumhöhe in Anspruch.     

Die Außenfassade aktueller Service- oder Logistikgebäude besteht häufig aus Torbändern, die die bauphysikalischen Anforderungen des Gebäudes erfüllen müssen. Gerade hier bieten sich Sektionaltore an, die bauartbedingt die besten Dichtungsmöglichkeiten bieten. Zudem sind bei diesen Toren zweischalige Paneele mit großen Bautiefen und entsprechend hoher Wärmedämmung möglich.

 

1.3. Rolltore, Rollgitter

Ein klassisches Tor, das noch immer aktuell ist.

Rolltore bieten sich dann an wenn nur ein begrenztes Platzangebot für das geöffnete Tor zur Verfügung steht. Der Panzer rollt sich hinter dem Sturz auf und benötigt keinen weiteren Raum.

Zwar erreicht das Rolltor nicht die bauphysikalischen Eigenschaften von Sektionaltoren, dafür sind hohe Torgeschwindigkeiten bis über 1 m/s mit Frequenzumrichter-Steuerungen möglich.

Ansonsten sind Rolltore als robuste und anspruchslose Abschlüsse von Hallen eine preisgünstige Alternative zu anderen Bauarten. 

Eine Sonderstellung nehmen Rollgitter ein, die technisch mit den Rolltoren eng verwandt sind. Der bevorzugte Einsatzbereich sind zum einen Sammelgaragenzufahrten oder Durchfahrten, zum anderen Sicherheitsgitter in Malls oder auch vor Geschäften.      

 

1.4. Falttore

Führt eine Kranbahn durch die Gebäudeöffnung, oder ist im Innenbereich des Gebäudes kein Platz für einen Torbehang, kann ein Falttor die Lösung sein.

Diese Bauart ist nur wenig verbreitet, weil sie sowohl bei den Flügeln wie im Antrieb aufwändig und damit kostenintensiver als Sektional- oder Rolltore ist. Wurden die Tore in der Vergangenheit überwiegend pneumatisch oder auch hydraulisch betätigt, so werden die aktuellen Konstruktionen immer mehr elektrisch mit FU-Steuerungen angetrieben.

Falttore benötigen besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Umgebungsbedingungen. Zunächst ist der Bewegungsraum im Außenbereich zu berücksichtigen, der frei von Schnee und sonstigen Hindernissen sein muss. Auch sind bei der Nutzungssicherheit sind Verfahrwege der Flügel nicht leicht zu beherrschen.

 

1.5. Schnelllauftore

Sowohl Sektional-, Roll- wie auch Falttore können auch als Schnellläufer ausgeführt werden, wobei es nicht klar definiert ist, ab welcher Geschwindigkeit dies gilt. Wurde in der Vergangenheit in der Norm schon von Schnelllauftoren bei Schließgeschwindigkeiten von ≥ 0,5 m/s gesprochen, so ist das heute nicht mehr zeitgemäß. Diese Geschwindigkeiten werden aktuell schon von Standard- Sektional- und Rolltoren realisiert.

Aktuelle Schnelllauftore sind für Geschwindigkeiten oberhalb von 0,8 m/s konzipiert, wobei > 2 m/s beinahe üblich ist und auch noch höhere Geschwindigkeiten verwirklicht werden.      

Während die Behänge weitgehend denen der zuvor beschriebenen Konstruktionen entsprechen, kommen bei Schnelllauftoren gänzlich andere Antriebs-und Beschlagsysteme zur Ausführung. Aufwändige Antriebssysteme mit ovalen oder spiralförmigen Führungen sorgen dafür, dass sich die einzelnen Sektionen bzw. die Panzerprofile in der Bewegung nicht berühren. Auch die Sicherheitstechnik ist aufwändiger, da hier fast ausnahmslos berührungslose Systeme zum Einsatz kommen.

Der Einsatzbereich von Schnelllauftoren ist überall dort, wo es auf hohe Frequenzen ankommt. Die Tore sind üblicherweise auf jährliche Zyklenzahlen von 100.000 ausgelegt.

Verständlicherweise sind Schnelllauftore dementsprechend preislich deutlich oberhalb der Standard-Systeme angesiedelt.   

Ich erstelle:

  • Gerichtsgutachten
  • Privatgutachten
  • Schiedsgutachten
  • selbstständige Beweissicherungsverfahren.

Mein Bestellgebiet umfaßt das Metallbauerhandwerk, insbesondere

  • alle Arten von Toren
  • Automatiktüren
  • Schranken
  • hand-oder kraftbetätigt

Bei Toren sind dies: Garagentore, Industrietore, Schnelllauftore, Hangartore, Sektionaltore, Rolltore, Kipptore, Schwingtore, Drehtore, Schiebetore. Auch Sporthallentore und Rollgitter gehören zu dieser Gruppe.  

Bei Automatiktüren: Schiebetüren, Karusselltüren, Falttüren. Dazu gehören auch die Komponenten wie Steuerungen, Sensoren, Schaltleisten, Sicherheitseinrichtungen.

Bei Schranken sind es solche an Parkhäusern oder Parkplätzen, aber auch an anderen abzusichernden Arealen.

 

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